AKTION „BROT FÜR ALLE“ 2019

ARMUT BEKÄMPFEN HEISST FRAUEN AUSBILDEN

Die Schweizerische Entwicklungsorganisation für Jugendliche «Stiftung Horyzon» will 75 000 Frauen und Kindern in 13 Städten und Dörfern in Bangladesch eine nachhaltige Lebensgrundlage schaffen. Dies in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Quartierentwicklungsprogramm Bangladesch HCDP und der lokalen Partnerorganisation YWCA of Bangladesh. Mit dem HCDP wird eine nachhaltige Lebensgrundlage, gesicherte Frauenrechte und eine gute Gesundheit der Begünstigten angestrebt. Frauen, Jugendliche und Kinder sollen sich Wissen, Kompetenzen und Fertigkeiten aneignen und auch ihr eigenes Verhalten gezielt steuern, um so in der Gesellschaft ihre soziale und wirtschaftliche Position zu verbessern. Sie werden auch in Sachen Gesundheit informiert, insbesondere auch über HIV/AIDS.  Durch bewusstes und gesundes Leben, dem gezielten Einsatz ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen, fördern die jungen Frauen ihre soziale und wirtschaftliche Stellung und sie verbessern somit die Lebensqualität ihrer Kinder und Familie.

Die HCDP-Aktivitäten konzentrieren sich auf fünf Schwerpunkte:
1. Organisationsentwicklung, Frauen- und Nachwuchsführungskräfte
2. Soziale, gesundheitliche und sexuelle Rechte der Frauen
3. Wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen
4. Demokratie und verantwortungsvolles Führen
5. Sensibilisierung und Prävention im Bereich Klimaveränderung.

Das Programm läuft seit 2013, inzwischen ist die Planung 2019 bis 2023 im Gange. Die Gesamtkosten sind bis jetzt auf 425 000 Franken veranschlagt.

Eines der ärmsten Länder
Als eines der ärmsten Länder der Welt belegt Bangladesch mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 1375 $ den 139. Rang. Ein Drittel der Bevölkerung von 163 Millionen lebt unter der Armutsgrenze. Fast jede zweite Person kann weder lesen noch schreiben. 40 % der unter 5jährigen sind unterernährt. Zwar hat sich die Bevölkerungszahl seit der Unabhängigkeit des Landes von West-Pakistan im Jahre 1971 verdoppelt, doch ist die Geburtsrate mit 2,4 Kindern pro Familie niedrig. Die Bevölkerungsdichte in diesem Land, das drei Mal so gross ist wie die Schweiz, ist jedoch ein weiteres Problem. Allein die Hauptstadt Dhaka zählt rund 20 Millionen Menschen.  Das überwiegend muslimische Land hat eine säkulare und einigermassen fortschrittliche Verfassung.
Grosser Textilproduzent

Obwohl Bangladesch zu den grössten Textilproduzenten der Welt zählt, ändert sich jedoch nichts an der Armut, der sozialen Missständen und den Gesundheitsproblemen. Es fehlt an fliessendem Wasser, mangelndem Hygienebewusstsein, organisierter medizinischer Versorgung und an einem qualifizierten Bildungssystem. Hauptgründe dafür sind das schwach ausgebildete Sozialwesen und die politische Instabilität. Laut Weltbank leben 78 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von 3 Franken täglich, 44 %  sogar mit weniger als 2 Franken. Zweidrittel aller Kinder sind fehl oder unterernährt. 40% der Menschen steht keine Toilette zur Verfügung. 56% der Geburten finden zu Hause ohne Hilfe von Hebammen statt.

Wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen

Durch Einkommensbeschaffung verbessern Frauen ihre wirtschaftliche Stellung und können finanziell eigenständig werden. In Spar- und Kreditvergabegruppen treffen sie sich regelmässig zum Austausch und erhalten Mikrokredite zur Realisierung einer Geschäftsidee. Die Zusammenkünfte in den Gruppen sind wichtige Diskussions- und Weiterbildungsforen. Die Frauen tauschen sich aus über Themen wie Gesundheits- und Kindererziehung, Hygiene, Frauenrechte, frühe Verheiratung oder häusliche Gewalt. Durch das gemeinsame Lesen und besprechen der aktuellen Medien lernen die Frauen, werden sich ihrer eigenen Situation bewusst und stärken zugleich ihre Führungsqualitäten.

Demokratie und verantwortungsvolles Führen

Die demokratischen Werte sowie das individuelle Verhalten innerhalb der Familie, der Gemeinde und der Gesellschaft soll verbessert werden. Zudem sollen Frauen und Jugendliche Einsitz in lokale Institutionen sowie in Regierungsfunktionen erhalten. Verantwortungsvolles Führen in den Organisationen soll künftig zur Tagesordnung gehören.

Seit 50 Jahren
Horyzon ist seit 50 Jahren die Schweizerische Entwicklungsorganisation für Jugendliche in Krisengebieten. Der Fokus liegt auf der Bildung benachteiligter Jugendlicher aus den untersten sozialen Schichten, insbesondere junger Frauen, unabhängig von ethnischer, religiöser und politischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder sozialem Status. Die Horyzon-Programme setzen auf die Stärkung der Zivilgesellschaft,  indem  Jugendliche soziale und wirtschaftliche Eigenständigkeit erhalten.

Die OeME-Kommission empfiehlt, dieses nachhaltige Hilfsprojekt zu berücksichtigen und dankt für alle Unterstützung!

Für die OeME-Kommission: Werner Fricker

Spenden an:

Postfinance AG
CH44 0900 0000 4500 1504 3

 

zu Gunsten:

"Brot für alle"
Reformierte Kirchgemeinde
Biberist-Gerlafingen
4562 Biberist