Tretpumpen für Kleinbauern in Trockenzonen

 

Tretpumpen für Kleinbauern in Trockenzonen

Die traditionelle Herbstsammlung der Kirchgemeinde Biberist kommt dieses Jahr Kleinbauern in Trockenzonen zugute. Sie sollen in Zukunft mit Tretpumpen ihre Felder bewässern können. Die Initiative dazu geht von der nicht-gewinnorientierten Organisation «Senioren für die dritte Welt, Schweiz» aus (neu: PePoPu Schweiz, People powered pumps), denen vorwiegend Vertreter technischer Berufe angehören. Aufmerksam auf das Projekt gemacht wurde die OeME-Kommission durch Robert Mathys aus Biberist, der ebenfalls bei dieser Senioren-Organisation mitarbeitet.
 
Zusammenarbeit mit der Heilsarmee Liestal
Das Pumpenprojekt P.E.CH (Pumpen-Experten) der Heilsarmee Liestal ist nun fünf Jahre alt geworden. Es ermöglicht Bewohner des eigenen Männerheims sinnvolle, regelmässige, wenn auch freiwillige Arbeitseinsätze, deren Produkt sie zu guten Leistungen animiert und ihnen Wertschätzung bringt. Nach dem Einrichten der Werkstatt begann im März 2015 die Produktion der ersten fünf «Basilea»- Pedalpumpen. Bis letzten November ist die 100. Pumpe in Länder von Afrika und Südamerika geliefert worden.  Damit ist die Arbeit von unzähligen Frauen und Männern vereinfacht worden, sowohl was die Feldarbeit betrifft, als auch für den Haushalt.
 
Ohne Wasser wächst nichts
Entscheidend für die Fruchtbarkeit der zu bewirtschaftenden Böden ist eine ausreichende Bewässerung. Es gibt in den Regionen zeitweilig heftige Regengüsse, abwechselnd mit längeren Trockenperioden.  Zwingend ist deshalb ein funktionierendes Bewässerungssystem, doch dieses fehlt oft. Hier tritt nun die PePoPu mit den von ihr entwickelten und leicht zu bedienenden Tretpumpen auf den Plan, mit der das Wasser aus Brunnen auf die Felder geleitet werden kann.  Die Organisation arbeitet nach Möglichkeit mit schon ansässigen Entwicklungs-Organisationen zusammen.
 
Hilfe in Senegal…
Seit 2016 ist die PePoPu  auch in Senegal aktiv. Zwar werden die Pumpen heute noch in der Schweiz hergestellt; doch in Senegal selber ist eine motivierte Geschäftsfrau nun bereit, die Vermarktung und den Service mit ihren Mitarbeitern  auszuführen. Im vergangenen Jahr wurde eine «Convention de Partenariat», also ein Zusammenarbeitsvertrag unterzeichnet und das Projekt neu lanciert. Ein einheimischer Mitarbeiter wird so ausgebildet, damit er selbstständig die Pumpen installieren, warten und reparieren kann.
 
… und in Mosambik
In Mosambik zeigte sich, dass die Herstellung der Pumpen in der Schweiz nicht die Lösung sein kann. Die Kosten für die Herstellung, den Transport sowie die Zollgebühren machen die Pumpen zu teuer. Zudem soll die Strategie so ausgerichtet werden, dass Wertschöpfung am Einsatzort generiert wird. Es wurden deshalb nicht nur Pumpen in landwirtschaftlichen Gegenden vorgeführt, sondern auch möglichen Produzenten. Am vielversprechendsten wurden Lehrwerkstätten beurteilt, die Leute in technischen Berufen ausbilden.

Noch sind einige Probleme anzupacken und zu lösen. Nebst der Einführung der Ausbildner in die Produktion und die Qualitätssicherung wird die Beschaffung von Rohmaterial eine Herausforderung sein. Es müssen Lieferanten gefunden werden, die das Material in der geforderten Qualität liefern können.  Schliesslich soll jede Familie fähig werden, ausreichend Lebensmittel für das ganze Jahr zu produzieren und darüber hinaus einen Teil ihrer Vorräte zu verkaufen, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Für die OeME-Kommission
Werner Fricker
 
Spendenkonto:
Baloise Bank SOBA, 4502 Solothurn
CH20 0833 4000 0S62 5871C
 
Reformierte Kirchgemeinde
Biberist-Gerlafingen
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