HEKS - «BROT FÜR ALLE» 2022
Guatemala - Recht auf Nahrung
 
Die aktuelle Situation in Guatemala
Das zentrale Probleme der armen Bevölkerung in der Corona-Krise ist die Ernährung. Speziell betroffen ist die indigene Bevölkerung Guatemalas, von welcher etwa 80 Prozent in Armut leben. Auch das Gesundheitssystem kollabierte angesichts der Pandemiesituation und konnte die Grundversorgung nicht in allen Regionen des Landes garantieren.
 
Der Anbau von Nahrung wird bedroht
Von der von Armut betroffenen guatemaltekischen Bevölkerung sind die meisten Mayas. Der Grund für die Armut sind die verschiedenen Formen von Diskriminierung.
So werden ihre Rechte, ihr Wissen und ihre Kultur missachtet. Auch der Zugang zu ihrem eigenen Land ist bedroht.
Sie müssen um ihre eigenen Landanteile kämpfen. Ausländische Bergbauunternehmen erhalten Lizenzen für den Abbau von Rohstoffen auf dem Land der indigenen Völker.
 
Den schwierigen Verhältnissen trotzen
Mit Hilfe von Brot für alle, Fastenopfer und ihren Partnerorganisationen, können viele Bauernfamilien ihre Anbaumethoden nachhaltig umgestalten. Anstatt sich nur auf ein Produkt, wie zum Beispiel Kaffee oder Mais zu fokussieren, werden auf den Feldern der Kleinbäuerinnen und -Bauern nun verschiedene Gemüse und Obstsorten angebaut.
Der vielfältigere Anbau wirkt sich nicht nur positiv auf die Böden und die Umwelt aus, sondern führt auch zu weniger Ernteausfällen und fördert die ausgewogene Ernährung der Bauernfamilien.
 
Recht auf Saatgut
Auch die Produktion und der Tausch von Saatgut wird gestärkt, welches im Unterschied zum industriellen Saatgut perfekt an die lokalen Gegebenheiten angepasst ist. Die Bäuerinnen und Bauern lernen, wie natürlicher Dünger und biologische Alternativen zu Pestiziden hergestellt werden. 
 
Vernetzen, lernen und Nachhaltigkeit fördern
In verschiedenen Workshops lernen Vertreterinnen und Vertreter aus indigenen Gemeinschaften ihre Rechte kennen. Verschiedene Gruppen und Einzelpersonen vernetzen sich und können so Ideen und Strategien austauschen und gemeinsam entwickeln, wie sie ihre Rechte einfordern können.
 
 
Im Namen der OeME-Kommission danke ich Ihnen für Ihre Spende, die sich nachhaltig für das Recht auf Nahrung sowie die Anliegen der ländlichen, indigenen Bevölkerung Guatemalas auswirken wird.
 
Sue Sturzenegger, Diakonin

Spenden an:

Postfinance AG
CH44 0900 0000 4500 1504 3

 

zu Gunsten:

"Brot für alle"
Reformierte Kirchgemeinde
Biberist-Gerlafingen
4562 Biberist