AKTION „BROT FÜR ALLE“ 2020

Malawi: Nachhaltig ernten und sparen

"Nicht jeder Mensch auf der Welt ist mit den gleichen Chancen und Möglichkeiten beschenkt wie wir. Diese Ungerechtigkeit nehmen wir nicht einfach hin."

Das war die Motivation einiger Schweizer, aus der heraus 1984 die weltweit ausgezeichnete vernetzte Entwicklungsorganisation TearFund entstand. Der Herzschlag des kleinen Teams in Zürich ist bis heute der gleiche geblieben: Menschen aus der Armut zu befreien.
Als gemeinnütziger Verein gegründet, steht TearFund als Abkürzung für "The Evangelical Alliance Relief Fund" (Hilfswerk der Evangelischen Allianz). Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen wird mit wenig Geld viel bewirkt. Unabhängig von ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit erhalten Menschen in rund 20 Entwicklungsprojekten Hilfe zur Selbsthilfe. Die Fachleute kombinieren mit den lokalen Partnern Strategien in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Einkommen, um eine möglichst grosse Wirkung zu erzielen. Die Qualitätslabels ZEWO, Ehrenkodex und ISO 9001 garantieren, dass der Verwendungszweck eingehalten und die Administrationskosten tief sind.
 
Grosse Armut
 
Die OeME-Kommission unserer Kirchgemeinde hat sich dafür entschieden, mit der Aktion "Brot für alle" in diesem Jahr das TearFund Landesprogramm in Malawi zu unterstützen.
Malawi im Südosten Afrikas gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Das Land figuriert bezüglich der menschlichen Entwicklung an 171. Stelle von 189 Ländern. Rund 71% der 18.6 Mio. Menschen verdient weniger als 1.90 Dollar täglich. Die Armut trifft vor allem die Menschen auf dem Land. Unterernährung ist weit verbreitet. Immer extremere Wetterbedingungen wie Dürreperioden und Überflutungen werden hier rasch einmal zur Überlebensfrage.
 
Ziel des Projektes
 
Das vorliegende Projekt will die sozioökonomische Situation von 800 ressourcenarmen Landwirten im Distrikt Salima durch Erlernen von landwirtschaftlichen Praktiken und Fähigkeiten in der Agrarwirtschaft (u.a. Fähigkeiten im Finanz- und Betriebsmanagement) verbessern. Dabei konzentriert sich das Projekt auf die finanzielle Einkommenssicherung und die landwirtschaftliche Ernährungssicherheit.
 
Die Landwirtinnen und Landwirte werden deshalb in Spar- und Leihgruppen organisiert, um ihnen den Zugang zu Finanzmitteln zu erleichtern. So können sie beispielsweise selber für das Saatgut oder Futtermittel für die Nutztiere aufkommen. Ausserdem erwerben sie durch spezifische Schulungen Finanzkompetenzen und unternehmerische Fähigkeiten.
 
Zusätzlich werden sie in Landwirtschaftsschulen (Farmer Field Schools) organisiert und in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft und Viehzucht geschult. Dabei lernen sie auch, sich gegenseitig über neue Methoden und deren Erfolge auszutauschen.
 
Solche Landwirtschaftsschulen haben grosse Erfolge bei der Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität gezeigt. Der ökologische Ansatz zum Landbau ist den regionalen Gegebenheiten angepasst und knüpft an bestehende Traditionen an. Er eignet sich für tropische und subtropische Gebiete besonders gut und führt zu besseren und regelmässigeren Ernteerträgen. Der Schulbetrieb setzt die Ausbildung von Lead Farmer Agent zur Verfügung, welche ihr wissen in Schulungen an die Mitglieder dieser Landwirtschaftsschulen weitergeben.
 
Das Projekt ist einzigartig und nachhaltig, weil:
... es Familien ermöglicht, ihre Situation eigenständig wirtschaftlich zu stärken und nachhaltig zu verbessern
... durch erworbenes Wissen und neue Methoden die Widerstandskraft der Menschen im Projektgebiet
     gestärkt und ihre Verwundbarkeit verringert wird (Resilienz).
... die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen im Projekt grosse Priorität hat.
... die Gemeinden (Dörfer und Kirchgemeinden) direkt involviert sind und das Projekt mittragen.
 
Die OeMe-Kommission empfiehlt, dieses nachhaltige Hilfsprojekt zu berücksichtigen und dankt für Ihre Unterstützung!
 
Für die OeME-Kommission: Werner Fricker

Spenden an:

Postfinance AG
CH44 0900 0000 4500 1504 3

 

zu Gunsten:

"Brot für alle"
Reformierte Kirchgemeinde
Biberist-Gerlafingen
4562 Biberist